Herzlich willkommen beim art!up Live-Blog!
Heute bin ich live aus Frankfurt am Main von der Discovery Art Fair. Der Titel dieser Messe hat mich zu dem heutigen Blog- und Videoblog-Titel angeregt, nämlich "Entdecken und entdeckt werden" – oder umgekehrt: "Entdeckt werden und entdecken".
Ich habe mir nämlich die Frage gestellt: Wenn das hier schon "Discovery" heißt, was bedeutet das? Bedeutet das, dass man als Künstler oder Künstlerin unbedingt entdeckt werden will? Das ist sicherlich eine Hoffnung, die viele haben – dass da jemand von außen kommt, wie der Märchenprinz: ein Galerist, oder, für all jene unter euch, die keine bildenden Künstler:innen sind, ein Regisseur, ein Dramaturg, ein Verlag, wenn ihr Schriftsteller:innen seid, oder irgendein Chef. Irgendjemand, der kommt und euch entdeckt.
Das ist natürlich ein toller Anspruch und wäre auch schön, wenn das passiert. Aber das hat natürlich auch etwas Passives. Denn was heißt das: entdeckt werden? Es bedeutet, dass jemand anderem die Rolle zukommt, euch zu entdecken, den Deckel hochzuheben und zu sagen: "Oh, hier ist ein toller Künstler oder eine tolle Künstlerin. Den oder die werden wir jetzt promoten." Vielleicht stellt dieser Mensch eure Werke in einer Galerie aus oder engagiert euch als Schauspielerin, nimmt euch als Tänzerin in ein Ensemble oder druckt eure Werke in einem Verlag.
Das alles ist "entdeckt werden". Aber die Frage ist: Kannst du nicht auch selbst etwas tun? Was kannst du tun, um es nicht so passiv zu gestalten? Was ist dein Anteil, den du leisten kannst?
Ich habe mir gedacht: Was wäre, wenn wir den Gedanken einfach umdrehen? Wenn wir sagen: "Ich selbst möchte entdecken. Du möchtest entdecken." Was gibt es in der Welt, in der du dich bewegst, zu entdecken? Was ist da schon alles?
Wie immer gibt es dazu heute drei Impulse zu diesem einen Thema.
Der erste Impuls ist: Was gibt es alles in der Welt, in der ich mich als Künstler oder Künstlerin bewege? Wer macht Ähnliches? Wer sind diejenigen, die diese Welt antreiben? Was passiert in dieser Welt? Was ist, wenn du hinausgehst und, abgesehen von deiner künstlerischen Arbeit, wirklich einmal intensive Recherche betreibst?
Der zweite Impuls ist: Was ist es, das du selbst eigentlich unbedingt machen möchtest? Was ist dein innerer Antrieb? Was möchtest du in die Welt bringen? Was kannst du in die Welt setzen? Was kann die Welt künstlerisch von dir erwarten? Statt dir zu überlegen: "Ja, was könnte die Welt brauchen?", frage dich: "Was will ich eigentlich selbst?" Hier, an einem Ort wie diesem, habe ich heute sehr viele Gesprächsfetzen aufgeschnappt. Menschen sagen: "Ja, das geht gut", oder: "Das geht nicht gut", oder: "Das ist jetzt groß im Kommen", oder: "Das ist gerade gar nicht interessant", oder: "Das wird nicht gekauft." Das sind alles Dinge, die wir hören und an die wir manchmal auch glauben. Aber die eigentliche Frage ist doch: "Was will ich eigentlich selbst? Was ist es, das ich in die Welt bringen möchte?"
Der dritte Impuls ist: Wen interessiert das, was du machst? Wer sind die Menschen, die das, was du machst, toll finden könnten? Wer könnten deine Fans werden, dein Publikum, oder diejenigen, die dich unterstützen – Veranstalter:innen, Galerist:innen oder Partner:innen? Wer sind die Menschen, die das, was du machst, wiederum nehmen und in die Welt bringen? Es geht darum, herauszufinden, wer deine Arbeit schätzt.
Ich habe kurz den Faden verloren, weil hier so viele Leute unterwegs sind, dass ich mich wirklich sehr konzentrieren muss, um meine Botschaft durchzubringen. Es ist nämlich eine sehr gut besuchte Messe.
Also: Der dritte Impuls ist, herauszufinden, wer diejenigen sind, an die sich das, was du machst, richtet. Wer findet das, was du machst, toll? Denn es gibt selbst für die unglaublichsten Dinge und für die größten Nischen in der Kunst Menschen, die sich genau dafür interessieren. Egal, was es ist – die Sache ist nicht, dass es niemanden gibt, der sich dafür interessiert. Es gibt bestimmt jemanden, der sich dafür interessiert. Die Frage ist viel eher: Wie kannst du herausfinden, wer das ist? Wie kommst du an diese Menschen heran? Und wie kannst du ihnen mitteilen, dass es dich gibt?
Ich hoffe, diese Impulse haben dir für heute ein bisschen Einblicke und Erkenntnisse gebracht. Wenn du mehr davon erfahren möchtest – egal, wo du das jetzt siehst –, komm auf meinen Blog: [www.art-up.coach](http://www.art-up.coach/). Dort gibt es viele dieser Themen.
Demnächst startet auch wieder ein gemeinsamer Online-Kurs: "Kunst leben können", in dem ich diese Themen zusammenfasse und dir zeige, was du alles brauchst, um von deiner Kunst oder deiner künstlerischen Fähigkeit leben zu können. Oder, wenn du nicht davon leben kannst oder möchtest, weil das gar nicht dein Hauptziel ist, wie du deine Kunst zumindest wesentlich professioneller betreiben kannst als bisher.
Ich würde mich freuen, von dir zu hören und ein Feedback zu diesem Video zu bekommen. Bis dann und bis zum nächsten art!up Live-Blog!
Dein und euer Peter

Möchtest du mehr Infos, Tipps und erfolgreiche Strategien?
Dann schließe dich über 2000 Künstler°innen und Kreativen an und erhalte regelmäßig den
aktuellen art!up Newsletter:
Selbstverständlich schütze ich deine Daten gut und gebe sie NIEMALS weiter. Du kannst dich jederzeit mit nur einem Klick wieder austragen.

Hier erhältst du regelmäßig wertvolle Impulse rund um deine künstlerische und kreative Tätigkeit.
Jetzt auch als
🎧 Podcast

Mit dem art!up | Newsletter
bekommst du die besten Impulse jede Woche direkt in deine Mailbox 📬
👇 Themensuche 👇