Mit Enttäuschungen umgehen als Künstler°in und Kreative°r # art!up ° live ° blog ° 14

Ich werde immer wieder gefragt: wie gehst du mit Enttäuschungen um? 

Wie soll ICH als Künstler, als Künstlerin mit Enttäuschungen umgehen?

In diesem art!up ° live ° blog habe ich mich dem Thema gewidmet und bringe dir einige Vorschläge, wie du als Künstler°in und Kreative°r mit Enttäuschungen umgehen kannst:


Schließlich gibt es gibt ja viele Dinge, die dich als Mensch in einem kreativen Umfeld enttäuschen können, nicht wahr?

Angefangen mit dem, was du künstlerisch, kreativ tust: ob es dir so gelingt, wie du es gerne hättest. Ob es deinen eigenen Ansprüchen genügt - oder denen, die andere an dich stellen.

Daraus abgeleitet: wie kommt das, was du produzierst, was du präsentierst, bei anderen an? Wird es so aufgenommen, wie du es gerne hättest, sind die Reaktionen so, wie du es dir erwartest?

Und noch einen Kreis weiter: wird deine künstlerische Arbeit generell so wertgeschätzt, wie es sein sollte? Findest du damit ausreichend Anerkennung, verdienst du genug damit?

In jedem dieser Kreise: ich, die Anderen, das generelle Umfeld - gibt es genügend Gründe, enttäuscht zu sein, oder zu werden, nicht wahr?

Wie kannst du als Künstler°in, als kreativer Mensch mit Enttäuschung - mit Enttäuschungen - umgehen?

Manche Leute würden sagen:

„Na ja, ent-täuschen, das kommt von täuschen, du hast dich eben getäuscht: in dem was du kannst, was du erreichen möchtest oder darin, wie die Welt auf dich und deine Arbeit reagieren soll. Vielleicht solltest du deine Ansprüche senken, dir nicht zu viel erwarten, dann kannst du auch nicht enttäuscht werden.“

Das sind dann Menschen, die uns Pessimismus sogar als wünschenswerte Tugend präsentierten wollen: „Wenn ich das Schlechteste erwarte, dann bin ich über ganz wenige schon glücklich.“

Wir alle wissen natürlich, dass das eine Täuschung ist: wer sich wenig erwartet, der bekommt meist auch nur wenig, und ist mit dem wenigen, selbst wenn es einmal mehr sein sollte, als erwartet, in der Regel nicht glücklich.

Ich glaube im Gegenteil, dass das beste Mittel gegen Enttäuschung ist, deine Ansprüche zu erhöhen, mehr zu erwarten - von dir selbst, von den anderen, von deiner Umgebung.

ABER - und das ist der springende Punkt - gleichzeitig solltest du auch die ART deiner Erwartungen ändern.

Das bedeutet, dich bezüglich dem, WAS du erwartest, nicht zu täuschen - man könnte sagen: du solltest dich selbst ent-täuschen (dich also selbst nicht täuschen) in dem, was du dir erwartest.

Was heißt das konkret?

3 Schritte:

1. Setze deine Ziele, deine Erwartungen hoch. So hoch, dass es tatsächlich ein Kribbeln in dir erzeugt, eine Aufregung - es ist spannend, dass du selbst so viel von dir und von deiner Arbeit, deiner künstlerischen und kreativen Arbeit erwartest. Und von dem, was diese Arbeit bewirkt. Wie sie auf andere wirkt. Das gibt dir Kraft, das gibt dir Energie.

2. Sei dir gleichzeitig bewusst, dass du auf dem Weg bist. Die Realität ist das, was jetzt gerade, in diesem Moment ist. Du bist jetzt auf dem Weg und bewegst dich auf deine Ziele, deine Erwartungen zu. Was immer passiert, es wird nicht perfekt sein. Denn Perfektion ist eine Illusion. Du kannst dich verbessern, du kannst versuchen, alles was du tust, zu perfektionieren. Aber „perfekt“ per se, in allen Aspekten und Facetten, wird es wahrscheinlich niemals sein.

3. Erkenne die Unterschiede: Was ist jetzt anders, was habe ich gelernt? Sobald du dich DARAUF konzentrierst, gibt es keine Grund mehr, enttäuscht zu sein. Denn alles, was passiert, und was dich bisher vielleicht enttäuscht hat, ist in Wahrheit ein Erfolg. Du bist einen Schritt gegangen, du hast etwas getan, etwas erlebt und du hast etwas gelernt. Alles, was passiert, ist eine Folge dieses Schrittes - somit ein Er-Folg.

Wenn du weißt, und wirklich akzeptierst, dass alles, was du tust, Teil deiner Lern-Reise ist, ein weiterer Schritt auf deinem Weg und wenn du versuchst, das wirklich bewusst zu erleben, dann gibt es keinen Grund, enttäuscht zu sein.

Selbst dann, wenn du manchmal das Gefühl hast, im Kreis zu gehen und gar nicht wirklich voran zu kommen - wenn du genau hinsiehst, mit dem Willen, zu lernen, dann wirst du merken, dass es keine Kreise waren, sondern Spiralen, und dass du sehr wohl weiter gekommen bist. Aber zu diesem Punkt werde ich später nochmals einen extra Beitrag machen - über Wege, Kreise und Serpentinen.

Für heute lass mich zusammen fassen: 

Wie kannst du als Künstler°in, als Kreative mit Enttäuschungen umgehen?

Indem du dich selbst ent-täuscht, dich also nicht täuscht in Hinblick auf das was du dir erwartest:

- Erwarte dir keine statischen Ergebnisse und Zustände, sondern dynamisches Weiterkommen und Lernen.

- Erwarte dir keine perfekten Ergebnisse, sondern bereichernde Erlebnisse.

- Erhöhe deine Erwartungen - und freue dich über die unerwarteten Ergebnisse genau so wie über die erwarteten.

Was sind eure Enttäuschungen, wie geht ihr damit um - und was habt ihr euch aus dieser heutigen Folge mitgenommen?

Das würde mich wirklich interessieren - teilt es bitte unten in den Kommentaren, ich freue mich darauf!

Euer Peter

PS:

Du kannst die Audio-Spur auch downloaden, um sie unterwegs zu hören: art up live blog 14

Oder sie gleich hier als Podcast hören und abonnieren:


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