Alles nur eine Sache der Einstellung?

 

Heute geht es um die Frage, ob Erfolg ausschließlich eine Frage der inneren Haltung ist: ist also alles nur eine Sache der eigenen Einstellung?

Vor Kurzem habe ich einen Blogartikel mit dem Titel „Wie man als Künstler°in überlebt“ publiziert. Meine These war, unter anderem, dass schon diese Grundannahme - dass es als Künstler°in schon fragwürdig ist, überhaupt zu überleben (wie viele Menschen tippen schon ein: „Wie überlebe ich als Ärztin?“ oder „Wie überlebe ich als Rechtsanwalt?“) - per se schon mal die Wurzel des Übels ist.

Daraufhin hat mir eine Leserin, eine bildende Künstlerin, ein längeres, sehr interessantes Mail geschrieben, aus dem bei mir unter anderem folgender Satz hängen geblieben ist:

„Ich finde es wichtig mal eine wenig von der Innerlichkeit abzurücken und auch die wirtschaftliche Seite zu beleuchten. Dieser Aspekt wird noch ziemlich verschämt diskutiert und sollte mehr Öffentlichkeit bekommen.“

Ich habe mich daraufhin gefragt, ob ich mit meinen Angeboten hier, bei meinen Blogbeiträgen und Videos, zu sehr den Eindruck erwecke, dass es ausschließlich innere Gründe sind, also Gründe der inneren Haltung, der eigenen Einstellung sind, wenn du als Künstler°in nicht mehr Erfolg hast, nicht so viel Erfolg, wie du dir wünscht.

Ob es also so rüberkommt: ändere deine innere Einstellung, ändere deine Haltung, und dann kommt der Erfolg von selbst zu dir.

So ist es selbstverständlich nicht.

Natürlich muss du mehr ändern, als nur deine innere Einstellung, um mit deiner Arbeit Erfolg zu haben. Schließlich habe ich auch an mehreren Stellen schon gesagt: ohne Taten keine Ergebnisse.

Nur durch konkretes und gezieltes Tun erreichen wir unsere Ziele.

Und ich denke, meine Angebote - diese Blog hier, die Online Kurse und die Live Seminare, ebenso wie die Einzelcoachings spiegeln das absolut wieder: es geht dort sehr konkret darum, wie du dich als Künstlerin positionierst, welche Bereiche du beachten solltest und wie du einen konkreten Plan - eine Art Businessplan - für deine künstlerische Tätigkeit entwickelst.

Aber gerade bei meinen Coachingkunden und Kursteilnehmer°innen merke ich, dass es trotzdem - trotz aller konkreten Aktivitäten - sehr, sehr wichtig ist, an der Haltung zu arbeiten: vor allem am Selbstbewusstsein und daran, den Wert der eigen Tätigkeit erkennen.

Warum: weil es sonst einerseits oft auf Jammern hinausläuft, darauf, die Schuld im (anonymen) Äußeren zu suchen.

Und es stimmt ja auch: Menschen sind nicht bereit, für Kunst entsprechend ihrem wahren Wert zu bezahlen und das sollte auch thematisiert werden. Aber: das lässt sich aber nur schwer und langsam ändern (wir sollten es aber versuchen!).

Die innere Haltung zu ändern ist ebenfalls mühsam, meiner Erfahrung nach aber kurz- und mittelfristig Erfolg versprechender.

Wie immer daher auch heute 3 Impulse, wie du mit diesem Zwiespalt: "geht es nur um die Einstellung oder geht es um mehr?" umgehen kannst:

1) Trenne das Äußere vom Inneren.

Achte also darauf, und halte es auch fest, was die äußeren Faktoren sind, und was die inneren Faktoren sind.

Statt dich der Verzweiflung oder dem Ärger hinzugeben: ALLES ist schlecht, alles hat sich gegen dich verschworen oder die allgemeinen Umstände sind halt sehr sehr ungünstig…

oder statt dich umgekehrt mit Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen zu quälen, setze einen ersten Schritt, in dem du dieses Wirrwarr klar in 2 Gruppen trennst:

Was sind die äußeren Faktoren? Zu wenige Menschen interessieren sich für das was du tust. Diejenigen, die sich dafür interessieren, haben nicht genügend Geld. Galeristen beachten dich nicht, bei einem Vorsprechen ist man unangenehm zu dir, ….

Was sind also die äußeren Faktoren, auf die du keinen Einfluss hast - bzw. scheinbar, in einem ersten Schritt, keine Einfluss hast?

Warum ist es wichtig, das zu erkennen?

Damit du im nächsten Schritt ausloten kannst, was die inneren Faktoren sind - was du also daran ändern kannst. Trenne also beides.

2) Nimm Äusseres UND Inneres ernst.

Warum: damit du die Schuld nicht nur bei dem einen oder anderen suchst. Das hängt auch von der Persönlichkeit ab. Einige sind immer überzeugt, dass sie selbst schuld sind, bekommen Zweifel, andere sind immer überzeugt, dass nur die Umstände schuld sind, bekommen Wut.

Beides legitime Gefühle, beides nicht hilfreich.

Nimm beides ernst, mach dir klar, dass beides Faktoren sind, die deinen Erfolg bestimmen und du an beidem gleichermaßen arbeiten misst.

3) Ändere das Innere aber kommuniziere es nach außen - um damit das Äußere zu verändern.

Und zwar mit Selbstsicherheit, ohne Entschuldigung, mit klaren Botschaften.

Mehr dazu erfährst du im Video - ein komplettes Transkript (falls du lieber liest als schaust oder hörst) wird es hier in Kürze geben.

Was sind deine Erlebnisse?

Wo ist es dir gelungen, durch die Änderung deiner inneren Haltung konkrete äußere Ergebnisse zu erzielen?

Das würde mich und sicherlich alle anderen, die hier mitschauen, hören oder lesen, sehr interessieren. Ich bin gespannt auf deine Nachricht!

Bis bald schon,

 

PS: Falls du auch bei der Trennung von inneren und äußeren Faktoren Unterstützung benötigst - wie wäre es mit einem Coaching? Gerne biete ich dir ein erstes kostenloses und unverbindliches Gespräch an: www.art-up.coach/kuenstlercoaching

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